Kleine Chronik des Festival der Kulturen
Angefangen hat alles mit einer Begegnung und einer sich daraus entwickelnden Freundschaft zwischen zwei Familien. Einerseits der Familie Gueye Kouaté aus Mbour einer kleinen Stadt in Senegal und andererseits der Familie Berner aus dem schweizerischen Rheinfelden. Die erste Begegnung und das erste gegenseitige Beschnuppern fand vor rund 20 Jahren, in einem von den Kouatés geleiteten Workshop statt.
Durch Unterricht von traditionellen westafrikanischen Tanzschritten und Trommelrhythmen, durch Konzerte und das Erzählen von Geschichten aus ihrem Kulturkreis wollen sie das Verständnis und die Akzeptanz der in Westeuropa lebenden Menschen für ihre Kultur vergrössern.
Der erste Kontakt war geknüpft. Die Begeisterung war gross. Durch die Begegnung und dank intensivem Gedankenaustausch, wurden Berührungspunkte und gemeinsame Träume entdeckt. Einer dieser Träume, zusammen in Rheinfelden etwas auf die Beine zu stellen, wurde 1995 zum ersten Mal Realität. In kleinem Rahmen fanden ein Tanz-, ein Trommelworkshop und ein Konzert statt.
Die Begeisterung wuchs und man war sich einig, dass dieser Anlass unbedingt wiederholt werden sollte. In kleinen Schritten ging es voran und über die Jahre hat sich aus dem bescheidenen Wochenend-Workshop ein Festivalanlass sondergleichen entwickelt.
Der Markt, anfangs aus wenigen Ständen auf dem Platz vor dem Casino bestehend, hat sich zu einer farbenfrohen Spaziermeile bis über die Brücke zum Haus Salmegg ausgebreitet.
Nebst den afrikanischen Tanz- und Trommelworkshops wurden bereits zahlreiche andere Kurse angeboten, z.B. indianisches Singen und Trommeln oder Alphorn.
Unlängst gibt es nicht mehr nur am Samstagabend musikalische Unterhaltung, sondern der Auftakt ins Festival der Kulturen findet bereits am Freitagabend statt, am Sonntagmorgen gibt es eine Matinéeveranstaltung mit Brunch. Und das ganze Wochenende über lebt der Festplatz und der Markt von zahlreichen Attraktionen und spontanen Aktionen.
Seit mehreren Jahren findet das Festival der Kulturen nicht mehr nur am Rhein und nicht mehr nur an dem Wochenende nach Auffahrt statt. In den letzten Jahren hat es sich kontinuierlich zu einem grösseren, brückenschlagenden und grenzüberschreitenden Anlass entwickelt, in dessen Rahmen während ungefähr einem Monat in beiden Rheinfelden verschiedene Veranstaltungen statt finden. Diese werden von verschiedenen Veranstaltern selbständig organisiert und terminlich und thematisch auf das Festival der Kulturen abgestimmt.









